Erbrecht

(*notarieller Bereich)

Die wirtschaftliche Bedeutung des Vererbens und Erbens wird deutlich, wenn man bedenkt, dass nach einer Studie der Postbank in 2013 Vermögen im Wert von 254 Mrd. Euro vererbt wurde. Bis 2030 soll dieser Betrag auf 330 Mrd. Euro anwachsen. Nicht zu vernachlässigen ist andererseits der Umstand, dass jeder vierte Erblasser seinen Erben Schulden hinterlässt.

Neben der Vermeidung nachteiliger erbschaftssteuerlicher Konsequenzen ist es Aufgabe einer qualifizierten Erbfolgegestaltung, späteren Streitigkeiten zwischen mehreren Rechtsnachfolgern vorzubeugen.

In aller Regel sind die starren, vor mehr als 100 Jahren entwickelten gesetzlichen Erbfolgeregelungen, die das Bürgerliche Gesetzbuch für die Fälle bereit hält, in denen keine letztwillige Verfügung (Testament oder Erbvertrag) oder keine zu Lebzeiten umgesetzte sogenannte vorweggenommene Erbfolge existiert, nicht geeignet, den heutigen Vorstellungen und wirtschaftlichen Zwängen gerecht zu werden.

Deswegen ist es angezeigt, sich der Dienste eines Notars zur Gestaltung und Beurkundung einer letztwilligen Verfügung zu versichern – zumal ein notarielles Testament die in den Fällen der gesetzlichen Erbfolge oder der Erbfolge aufgrund eines privatschriftlichen Testaments notwendige Einholung eines (gebührenpflichtigen) Erbscheins durch den/die Erben entbehrlich macht.

Was für die Inanspruchnahme notarieller Dienste vor einem Erbfall spricht, gilt für die Beauftragung des Anwalts nach einem Erbfall:

Ohne die Beratung durch einen ausgewiesenen Fachmann werden sich die Fragen, die sich den an einem Erbfall – in welcher Funktion auch immer – beteiligten Person stellen, in aller Regel nicht zufriedenstellend beantworten lassen.

Das Spektrum unserer Tätigkeit auf dem Gebiet des Erbrechts umfasst im notariellen Bereich vor allem das Konzipieren und Beurkunden, bzw. Beglaubigen von

  • letztwilligen Verfügungen (Einzeltestamenten, gemeinschaftlichen Testamenten, Erbverträgen)
  • Unternehmensnachfolgeverträgen/-regelungen unter Beachtung erbschaftssteuerlicher Konsequenzen
  • Verträgen zur vorweggenommenen Erbfolge/Schenkungsverträgen mit oder ohne vorbehaltenen Rechten für den Veräußerer (wie z. B. Nießbrauch- oder Wohnungsrecht, Pflegeverpflichtungen)
  • Verträgen zur Auflösung (Auseinandersetzung) von Erbengemeinschaften sowie Erbteilsübertragungsverträgen zwischen Miterben und Erbschaftskaufverträgen mit dritten Personen
  • Erbauslegungsverträgen
  • Erbscheinsanträgen
  • Erbausschlagungserklärungen